Allgemeines

Durch Optimierung der Vorbereitung, optimale postoperative Schmerztherapie, frühzeitiges Aufstehen nach der Operation, verlässliche Entlassplanung, Organisation der Nachbetreuung,
Reha, ambulante Physiotherapie und Terminierung der Betreuung in der Praxis ist eine deutliche Beschleunigung der Genesung nach einer Gelenkersatzoperation möglich.

Dieses konnte ich in einer umfangreichen Studie belegen.
Auch das internationale Schrifttum bestätigt diese Erkenntnis.

FIfT!® wurde von Adrianus den Hertog in der Paracelsus-Klinik Bremen etabliert. Die Paracelsus - Klinik Bremen ist seit 2013 als Endoprothesenzentrum (EPZ) zertifiziert. Es werden in der Klinik jährlich mehr als 1000 Gelenkersatzoperationen durchgeführt.

Die Operation

Der künstliche Gelenkersatz

Der künstliche Gelenkersatz ist eine in hohem Maße standardisierte Routineoperation.
Die Dauer einer solchen Operation beträgt etwa 45 Minuten.
Operationstechnisch werden alle aktuellen Entwicklungen der minimalinvasiven und muskelschonenden Techniken angewendet (DAA Zugang zur Hüfte und Subvastuszugang zum Kniegelenk).
Durch die große Zahl von Gelenkersatzoperationen,
die in meiner Klinik durchgeführt werden, etwa 1000/Jahr, ist die tägliche Routine gewährleistet.

Damit die Operation so sicher wie möglich abläuft, wird eine Simulation am Computer bereits in der Woche vorher durchgeführt. Unter anderem zu diesem Zweck findet die Vorbereitung zur Operation ca. 8 Tage vor dem Eingriff statt. Es werden dann bereits die erforderlichen Implantatgrößen und Abmessungen bestimmt, die dann bei der Operation bereit liegen.

Die Implantate

Zur Anwendung kommen ausschließlich Markenimplantate amerikanischer Hersteller.

An der Hüfte verwende ich den Accolade II® Schaft und die Trident® Pfanne, zementfrei, der Firma Stryker. Werkstoff Titan.

Die sog. Gleitpaarung (also das eigenliche Gelenk) ist Aluminium-Hydroxid-Keramik gegen PE (Kunststoff).
Am Kniegelenk verwende ich das Triathlon® Knie, zementiert,
der Firma Stryker. In geeigneten Fällen werden beim Kniegelenk maßgefertigte Implantate der Firma ConforMIS, das sog. iTotal® verwendet. Hier beträgt die Vorlaufzeit fertigungsbedingt mindestens 8 Wochen. Beide Prothesentypen werden in CoCr gefertigt.
Triathlon wird geschmiedet. iTotal® wird  im 3D Drucker hergestellt.

Die Gleitpaarung ist Metall - PE (Kunststoff)

Die verwendeten Gleitpaarungen sind allesamt langjährig bewährt.

Frühaufsteher

Das Herzstück

Das Herzstück von FIfT!® ist das frühe Aufstehen nach einem Gelenkersatz. Dies beinhaltet, dass der Patient bereits eine Stunde nach seinem Eingriff das erste Mal zum Sitzen ermuntert wird, was dem ersten Kreislauftraining dient. Am frühen Nachmittag erscheint dann der Physiotherapeut und unternimmt mit dem Operierten einen kleinen Gang in dessen Zimmer. Das Gelenk ist sofort belastbar, Verbote gibt es nicht. Was nicht schmerzt kann nicht falsch sein. Man ist am Operationstag in der Lage die intime Körperpflege sowie Toilettengang ohne fremde Hilfe zu erledigen!
Nach dem Eingriff beginnt eine speziell auf den Patienten zugeschnittene Schmerztherapie, die für die sofortige Mobilisation erforderlich ist. Aktuell ist ein multimodaler Ansatz unter Vermeidung von Morphinen der Standard. Das Zusammenspiel mehrerer Schmerzmittel erfolgt unter Berücksichtigung von Unverträglichkeiten und der Begleitmedikation.

5 Tage

Nach 5 Tagen wieder zuhause

Das Programm strebt an, dass der Patient nach fünf Tagen nach Hause zurückkehren kann. In meiner Praxis (MVZ Ackermann - den Hertog) oder bei einem anderen Arzt Ihres Vertrauens findet die weitere ambulante Betreuung statt. Ich verordne die erforderliche Physiotherapie, Medikamente und ggf. häusliche Pflege, wenn erforderlich. Ein normaler Alltag ist wenige Tage nach der Entlassung aus der Klinik möglich.
Eine Rehabilitationsmaßnahme (sog. AHB) kann sich anschließen, ist aber nicht erforderlich. Wenn der Patient sie wünscht, wird sie von der Klinik eingeleitet.